Kritik zu „Peeping at Pepys“ im Berliner Ensemble mit der Lautten Compagney und Gustav Peter Wöhler

Kulturradio rbb, Andreas Göbel:
...Authentische Zeitgeschichte kurzweilig präsentiert
Eine Entdeckung war die Sopranistin Susanne Ellen Kirchesch. Sie hat phantastisch mit den Stimmungen der einzelnen Lieder und Arien gespielt, ganz gedeckt die melancholischen Texte und geistlichen Lieder, und dagegen mit unverschämter Frische und Rotzigkeit die Trink- und Liebeslieder mit ihren bisweilen ziemlich direkten Texten. Charme, Witz und Leichtigkeit gingen ineinander – die Sängerin ist ein echter Gewinn für die Alte Musik. Insgesamt also ein unterhaltsamer und kurzweiliger Abend und gleichzeitig ein großartiges Porträt einer Epoche. Selten wurde authentische Zeitgeschichte so kurzweilig präsentiert.“

Kritiken zu Friedrich Cerhas „Onkel Präsident“, UA, Prinzregententheater München

Opernnetz, Juni 2013:
„Das Ensemble liefert eine glänzende Leistung, besonders Renatus Mészár in der Hauptpartie des Präsidenten ist ein sensationeller Darsteller dieser neu geschaffenen Paraderolle für einen Bariton. Das junge Liebespaar, gesungen von Susanne Ellen Kirchesch und Paul Schweinester, hat ausgiebig Gelegenheit, sich auf ariose Art seine Liebe zu gestehen und meistert diese schwierige Aufgabe mit erstaunlicher Leichtigkeit.“

Münchener Merkur, Juni 2013:
„Am allerstärksten ist aber, dass das Haus diese imponierende Besetzung aufgeboten hat: Neben Renatus Mészár ist das Susanne Ellen Kirchesch, eine Art Buffo-Lulu und unerschrockene Sopran-Amsel, auch Robert Holl mit großer Autorität als Komponist,...“

Der Merker, Juni 2013:
„Die Palme gebührt hier Renatus Mészár (Onkel Präsident), dessen nahezu pausenlose Präsenz in der hundert Minuten währenden Aufführung und dessen raumfüllender Bass eine Freude waren. Mit leuchtendem Sopran und gelegentlich etwas zickig Susanne Ellen Kirchesch als Melody Moneymaker. Ihr Liebster Paul Schweinester blieb da trotz aller Verwandlung ein wenig blass. Köstlich in Chanelkostümchen die Sekretärinnen Fräulein Flink (Elaine Ortiz Arandes), Fräulein Flott (Ann-Katrin Naidu) und Fräulein Flugs (Frances Lucey) und ebenso der Leiter dieser Damenriege Dr. Fleiß (Stefan Cerny). Robert Holl gibt mit prächtigem Bassbariton den altersmüden Komponisten auf der Waldbank.“

Der Klassikkritiker, Juni 2013:
„...brillierte auch das Solistenensemble mit dem ausgezeichneten Renatus Mészár in der Titelrolle und der koloraturenflinken Susanne Ellen Kirchesch als Melody Moneymaker.“

Radio opera Juni 2013:
„Vor allem die jungen Verliebten, quasi selbstverständlich aufgeteilt zwischen Sopran und Tenor und bei der Münchener Uraufführung perfekt besetzt mit Susanne Ellen Kirchesch und Paul Schweinester: dieses Paar muss vokal behände in die extreme Höhenlage klettern und springen.“

Nachtkritik, Juni 2013:
„...Susanne Ellen Kirchesch als zielbewusstes Millionärstöchterchen und Paul Schweinester als Josef machen ihre Sache fabelhaft.“

FAZ, 04.06.2013:
„Dass dies alles hinreißend frisch, prägnant und zugleich fasslich wirkte, verdankt sich einem engagierten Orchester und dem Ensemble des Gärtnerplatztheaters, das mit Robert Hohl als Komponisten sowie einigen Gästen von der Wiener Volksoper unter der Leitung von Marco Comin eine musikalisch exzellente Uraufführung zustande brachte.“